Er ist souverän, fachlich brillant und kennt das Haus in- und auswendig.
Er wurde intern als Nachfolger der Direktion eines bekannten und beliebten 4-Sterne Hotels im Tessin aufgebaut.
Doch mit der steigenden Verantwortung kamen auch die ersten Beschwerden: Von Gästen und vom Team.
Ein Erfahrungsbericht über Wirkung, Wandel und ein Einzelcoaching, das alles veränderte.
Er betrat das Coaching selbstbewusst, fast ein wenig zu selbstbewusst.
Seine Worte: “Ich weiss, worauf’s ankommt. Ich will einfach schneller vorankommen.”
Führung? Das bedeutete für ihn vor allem eins: klare Ansagen, rasche Entscheidungen, keine Kompromisse, keine Diskussionen.
Doch dann kamen die leisen Signale: aus der Küche, vom Empfang, aus dem Service:
“Er hört nicht zu.”
“Er redet über uns, nicht mit uns.”
“Man fühlt sich ständig wie auf dem Prüfstand.”
Und vereinzelt:
Verärgerte Gäste, die sich über seinen schnippischen Ton beschwerten.
Nicht laut aber unüberhörbar.
Das Ziel des Coachings:
Die Führungskraft sollte zur tragfähigen Nachfolgepersönlichkeit reifen.
Ohne Bruch. Ohne Gesichtsverlust. Mit echter Wirkung.
Was wir gemeinsam erarbeitet haben:
– Selbstbild vs. Fremdbild: Wie sehe ich mich und wie wirke ich auf andere?
– Führung durch Präsenz, nicht durch Dominanz
– Aktives Zuhören als Instrument echter Teamführung
– Stressreaktionen erkennen und in konstruktives Verhalten übersetzen
– Fehlerkultur im Premiumbereich: Gäste verzeihen, aber sie vergessen nicht
– Souveränität ohne Härte zeigen, gerade in heiklen Momenten
– Persönliches Rollenverständnis als künftiger Direktor reflektieren und entwickeln
Die Herausforderung:
Ein sehr leistungsorientierter Coachee, der Kritik als Schwäche interpretierte.
Unsere gemeinsame Arbeit bestand darin, den Wert von Feedbacks erlebbar zu machen, ohne Belehrung, sondern durch echte Aha-Erlebnisse.
Das Ergebnis:
Ein gereifter, reflektierter Führungsstil.
Ein Team, das sich gehört fühlt.
Ein neuer Direktor, der Autorität nicht mehr beweisen muss, sondern lebt.
“Ich hätte nie gedacht, dass weniger Druck mehr Wirkung zeigt.”
Sein Statement, nicht unseres.
Führung ist nicht nur eine Frage der Kompetenz, sondern der Beziehung, die man zum eigenen Team aufbaut.
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Jetzt ist der richtige Moment, um aus einer starken Fachperson eine echte Führungspersönlichkeit zu machen.
Potentiale entfalten – Erfolge feiern.
