Eine scheinbar harmlose Frage, die ich oft zu Beginn eines Seminars stelle.
Zum Auflockern. Zum Lächeln. Zum Nachdenken.
Und dann?
Dann geht es los: K2, Kilimandscharo, Mont Blanc, Annapurna…
Manchmal sogar die Dufourspitze.
Höhen werden genannt, Gipfel verglichen, Schulwissen hervorgeholt.
Kaum jemand sagt einfach: Mount Everest, der schon vorher der höchste war.
Was ich daran faszinierend finde, ist, dass diese kleine Frage sehr schnell zeigt, wie unser Denken funktioniert. Wir wollen etwas erreichen, etwas beweisen, Wissen zeigen.
Wir denken in Lösungen, statt zuerst zu prüfen, ob das Problem überhaupt existiert.
Wir antworten reflexartig, statt einen Moment innezuhalten.
Und das ist nichts Schlechtes. Im Gegenteil – es ist menschlich.
Aber genau hier beginnt Entwicklung: Dort, wo wir erkennen, wie viel von unserem Denken einfach antrainiert ist.
Meine Trainings gehen nicht nur um Techniken. Es geht darum, sich selbst zu beobachten.
Zu erkennen, wo Routinen helfen – und wo sie uns bremsen.
Denn wer immer gleich denkt, verpasst den Moment, in dem etwas Neues entstehen könnte.
Der Mount Everest war auch schon der höchste Berg der Welt, bevor er entdeckt wurde. Man musste ihn nur (sehen wollen)!
Und genau hier liegt die Brücke zum Verkauf.
Auch Kunden treffen selten rationale Entscheidungen, sondern meist intuitive – geprägt von Mustern, Routinen und Erwartungen.
Wer im Verkauf immer gleich argumentiert, immer gleich präsentiert, wird überhört.
Starke Verkaufspersönlichkeiten stellen nicht nur Fragen, sie hinterfragen Denkmuster. Sie können herausfordern.
Sie bieten nicht nur Lösungen, sie schaffen Einsichten.
Und sie verkaufen nicht nur Produkte, sie ermöglichen einen Perspektivwechsel.
Hier beginnt echter Dialog, hier entsteht Vertrauen, hier beginnt Verkaufen.
Nicht als Transaktion, sondern als Begegnung mit Wirkung.
„Potentiale entfalten – Erfolge feiern.“



